Sergiu Celibidache Guestbook



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Herbert Bruhn erstellt am 27-07-2012 um 06:34 Uhr   Email an Herbert Bruhn   Homepage von Herbert Bruhn
Eine wunderbare Seite, aber ich habe Sie erst jetzt entdeckt, so dass ich die meisten Termine verpasst habe. Ich habe nach einer Nachmittagsaufführung der 8. Bruckner mein Leben auf den Kopf gestellt - ich war völlig verwirrt durch das, was da mit mir geschah. Und ich wollte es lernen. Ich habe es nach ungefähr drei Jahre geahnt und habe gewusst, dass ich das, was Celi konnte, zwar wissen, aber nicht ausüben könnte. Ich habe das Berufsziel Dirigieren aufgegeben, Psychologie studiert und mich der theoretischen Seite zugewandt - das was Celibidache Musikphänomenologie nannte. Das war ein gute Entscheidung.
Aktuell denke ich darüber nach, ein Symposium in Hamburg zu veranstalten, auf dem meine gestaltpsychologischen Theorien zu Celibidache bearbeitet werden. Vielleicht hätte jemand aus Norddeutschland Lust, mitzumachen?
Eva Szilvasi erstellt am 17-06-2012 um 19:37 Uhr
Liebe Celi-Freunde! Zu seinem 100sten Geburtstag möchte ich zwei Gefühlen Ausdruck geben.Zunächst der grossen Dankbarkeit,dass Gott uns diesen einzigartigen,genialen,wunderbaren Musiker,der so oft den Himmel auf Erde brachte,geschenkt hat,und dass ich seine Musik so viele Male erleben durfte.Damit komme ich zu meinem zweiten Gefühl.Ich vermisse dieses zutiefst menschliche und zugleich göttliche Musizieren.Ich vermisse den warmen,reichen,wunderbar ausbalancierten und homogenen Orchesterklang,wo jede kleinste Note,ja,sogar die Pause gesungen hat und eine Bedeutung bekam.Ich vermisse den grossartigen Aufbau,wodurch alles einen Sinn bekam.Ich vermisse die klare Struktur,die riesige dynamische Skala,die Sensibilität,die zauberhaften Farben,die atemberaubende Intensität der Steigerungen,die Transzendenz,und ja,ich vermisse die langsamen Tempi,denn erst dadurch konnten all diese Wunder entstehen.Bei ihm bekam die Musik eine ganz andere, ungeahnte Dimension,er verlieh ihr Grösse und Würde.Er hat nicht Musik gemacht oder gelebt,er war die Musik selbst,die frei aus ihm strömte.Seine Konzerte waren kathartische Erlebnisse,und sie bleiben im Inneren für immer lebendig.Und dass die Münchner Philharmoniker die Musik so entstehen lassen konnten,zeugt von hervorragender Qualität und Sensibilität jedes einzelnen Musikers.Auf der Platte klingt vieles anders,man hört nur ein Schatten vom Zauber,wenn auch dieser Schatten schon ein Wunder ist.Ich bin seinen Musikern und Schülern dankbar,dass sie seine Philosophie und Musikverständnis lebendig erhalten und weitrgeben,und bin glücklich,dass sein Geburtstag mit so schönen Veranstaltungen und Konzerten geehrt wird.
Maria Ratzel erstellt am 17-06-2012 um 12:14 Uhr
Ich bin ein Fan von Sergiu Celibidache,und bekomme immer grosse Inspiration und Begeisterung,wenn ich Konzerte mit ihm und seinem Orchester höre.Mich fasziniert der wunderbare Klang,die tiefen Gefühle, der echte Gesang,nie höre ich Geschrei,alles ist sehr schön,klar und emotional.Für mich war und ist es eine grosse Bereicherung ihn mit seinem Orchester zu hören.Er war ein echtes Genie,ein grosser Kenner von Musik und Orchester.Bei ihm hätte ich sogar kostenlos gerne gearbeitet.
Andreas Fischer erstellt am 15-09-2011 um 01:18 Uhr   Email an Andreas Fischer
"Ein Problem mit Celibidache ist dass er einen fuer andere Dirigenten verdirbt. Es hat Jahre gedauert bis ich Bruckner oder Schumann auch von jemand anders hoeren konnte." Dieses Zitat von Herrn Kaspar kann ich nur bestätigen. Ich möchte den Versuch machen,es zu begründen, im Fall von Bruckner: Ich glaube fest daran, dass Celibidache die Gabe hatte, Bruckner so nahe zu sein wie kein zweiter. Er hat jeden Ton, jede Nuance des Klangs, die scheinbar so abrupt abgebrochenen Eruptionen, die scheinbar so widersinnig anmutenden Kontraste, jedes noch so scheinbar unverständlich freiliegende Holzbläsersolo in seinen Symphonien in eine solch klare und vollkommen schlüssige Interpretation gegossen, dass man als Zuhörer überhaupt die Möglichkeit erhielt, ihn WIRKLICH zu verstehen. Und dies ist ein Verdienst, das sich nur die wenigsten auf ihre Fahne schreiben lassen können. Und wie machte er das? Er nahm Bruckner ernst, er schenkte ZEIT: sich, seinem Orchester und den Zuhörern - ja! auch den Zuhörern, die Wand in seinen rasanten Bruckner - Versionen so ungern überfordern mochte mit den gewaltigen Zeitvorgaben, die das Hören einer Symphonie von Bruckner mit sich brachte auf Kosten des wirklichen Verstehens der vielen kostbaren Stimmen, transzendierenden Steigerungen, Haupt- und Nebenphrasen, Pausen zum Atmen (!), Lebenlassen der Melodielinien, Auf - und Abschwellen der dynamischen Linien, Transparenz der schier unendlichen Polyphonie usw. usw. Celibidache nahm ihn ernst, er forderte all diese Qualitäten von seinem Orchester, er benötigte mit Recht die Proben, und er verschaffte damit ein einzigartiges, unendlich kostbares Geschenk seiner Nachwelt (auch wenn dies eher unfreiwillig erfolgte). Ich habe im Herbst 2009 in Hannover Bruckners 6. mit Marriner gehört,mit Celibidaches ehemaligen Orchester, RSO Stuttgart. Die Interpretation war so grausig, im letzten Satz drehte sich Marriner teilweise zum Publikum um und tänzelte herum, als wolle er die Gedanken Bruckners ins Lächerliche ziehen. Und dies in einem Tempo, das selbst das Orchester an den Rand seiner Spielfähigkeit brachte. Für mich war das ein Skandal. Meine Partnerin hatte den zweiten Satz überhaupt nicht verstanden, so skurril und lieblos schnell wurde er vorgetragen. Später hörte sie sich mit mir noch einmal den Satz mit Celibidache an, und plötzlich verstand sie, wie die Musik eigentlich gemeint war. Wenn man seinen Bruckner hört, dann stellt sich unweigerlich die Erkenntnis ein, die er selbst einmal als größtes Kompliment eines Kritikers nach einem seiner Konzerte bezeichnet hatte: "Es ist so". Mein tiefer Respekt und aufrichtiger Dank an ihn für das unendlich Wertvolle, was er uns hinterlassen hat zum Anlass seines 15. Todesjahres.
Simon Clark erstellt am 20-06-2011 um 19:48 Uhr   Email an Simon Clark
A wonderful discovery! Many thanks for filling out so mazny of the gaps in the Japanese concertography.
Peter erstellt am 23-08-2010 um 20:39 Uhr
Super Seite!
Mit freundlichen Grüßen
Ralf erstellt am 15-05-2010 um 15:03 Uhr   Email an Ralf
Das Cellokonzert in der Konstellation Celibidache (Dir.) / Fornier (Cello) existiert de facto und kann bei youtube in seiner ganzen Pracht gehört und gesehen werden: http://www.youtube.com/watch?v=psEKUzba5MA

Eine sehr subtile, erzählende Einspielung.

Ernst Lumpe erstellt am 15-04-2010 um 14:13 Uhr   Email an Ernst Lumpe
Schöne Seiten! Gibt es übrigens eine Lösung des Rätsels Dvorak Cellokonzert Fournier/Celi/LPO?? Mir scheint, eine solche Aufnahme - weder "Live" noch im Studio - hat es nie gegeben. Was ist da also bei div. kleinen Firmen immer wieder veröffentlicht worden? Die vor einiger Zeit aufgetauchte Aufnahme mit de Machula aus Berlin (M&Arts) ist es doch nicht, wenn mich ein kurzer Vergleich nicht getäuscht hat.

EL

Friedrich Edelmann erstellt am 06-04-2010 um 22:47 Uhr   Email an Friedrich Edelmann   Homepage von Friedrich Edelmann
Sehr geehrter Herr Greiner!
Es freut mich, dass Maestro Sergiu Celibidache in Erinnerung bleibt. Meine "Erinnerungen an Sergiu Celibidache", die 17 Jahre seines Wirkens bei den Muenchner Philharmonikern, die ich dort als Solofagottist erleben durfte, sind jetzt in Buchform in Japan erschienen. Vielleicht gelingt es eines Tages auch eine deutsche oder englische Fassung zu veroeffentlichen.
Mit besten Gruessen
Friedrich Edelmann
Henry Kaspar erstellt am 26-10-2009 um 19:37 Uhr   Email an Henry Kaspar
Vielen dank fuer den Erhalt dieser Webseite.

Ich wuchs in Muenchen auf und ging in den spaeten 80er Jahren haeufig in den Gasteig -- die Muenchner Philharmoniker vertrieben fuer manche Konzerte verbilligte Karten an die Muenchner Gymnasien. Bruckner, Schumann oder Schubert mit Celibidache ist mir fuer ins Gedaechtnis eingepraegt. Diese Balance und Schoenheit des Orchestertons habe ich so nirgends sonst gehoert. Manche stoert(e) das langsame Tempo, mich nicht, da Celibidache durch seine meisterhafte Phrasierung in der Lage war, die Spannung auch bei diesem Tempo zu halten. Aber NUR er -- die verschiedenen Celibidache-Schueler z.B. haben mAn nie etwas Interessantes produziert.

Ein Problem mit Celibidache ist dass er einen fuer andere Dirigenten verdirbt. Es hat Jahre gedauert bis ich Bruckner oder Schumann auch von jemand anders hoeren konnte.

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