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Celibidache
Man will nichts - man läßt es entstehen
Ein Film von Jan Schmidt-Garre

"Du zwingst mich, mit dem Intellekt in dieses Mysterium hineinkommen zu wollen. Und ich bin nicht stark genug zu sagen: Nein, wir können uns nicht darüber unterhalten, was da geschieht - weder kann ich dir etwas sagen, noch kannst du mich befragen." Diese Skepsis Sergiu Celibidaches gegenüber der Sprache, erst recht gegenüber der konservierten, vervielfältigten Sprache - ganz zu schweigen vom aufgezeichneten Klang -, hat den Film von Anfang an begleitet. Für den Musiker Celibidache gibt es nur den hier und jetzt entstehenden Klang, der Musik werden kann, wie er sagt. Für den Lehrer, den Theoretiker, den Phänomenologen der Musik nur das lebendige Denken: Erkenntnis als Tätigkeit, als Erfahrung von Wirklichkeit. Und doch war Celibidache glücklicherweise, mit fünfundsiebzig Jahren, noch zu einem Dokumentationswagnis bereit. Er hat spontan und herzlich Ja gesagt. Vier Jahre später war der Dokumentarfilm Celibidache fertig.

DVD, ARTHAUS-MUSIK, Sprache: GB, Untertitel: D,F,GB,I
auch erhältlich bei

   

Presseartikel

Ausgezeichnet mit dem MIDEM Classical Award 2010