Doppelt dick: Das Jahrbuch

Turbulente Jahre bei den Münchner Philharmonikern: Der lange, schmerzliche Abschied von Celibidache, die vorausgegangene Planungsunsicherheit - alles keine Voraussetzung für die ruhige Bilanz eines Jahrbuchs. Doch jetzt ist die Doppelausgabe für die Jahre 1994/95 und 1995/96 erschienen, gewichtig nicht nur nach ihrem Umfang (331 S.).

Herausgeber ist noch der scheidende Intendant Norbert Thomas, verantwortlicher Redakteur der Pressesprecher Peter Meisel, der vor allem für ein klares, lebendiges Layout gesorgt hat. Entscheidende Impulse für Schwerpunkte und Texte kamen von Harald Eggebrecht.

Diese Ausgabe jedenfalls wird man sich aufheben - es ist die letzte, die sich in vielen Aspekten, aus dem Blickwinkel der Musiker, Schüler, des enthusiastischen Konzerthörers, ja sogar des Reisevereanstalters mit Celibidache beschäftigt. Ein Sonderteil (witzig bebildert) gilt Anton Bruckner, und selbstverständlich ist das Jahrbuch wieder mit einer genauen Dokumentation unterkellert. Zu haben für 39 Mark unter anderm in der Gasteig-Glashalle, bei Hieber, Lehmkuhl, Zauberflöte.

tz vom 16.04.1997

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