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Kommentar
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| Andreas Fischer
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erstellt am
15-09-2011 um 01:18 Uhr
"Ein Problem mit Celibidache ist dass er einen fuer andere Dirigenten verdirbt. Es hat Jahre gedauert bis ich Bruckner oder Schumann auch von jemand anders hoeren konnte." Dieses Zitat von Herrn Kaspar kann ich nur bestätigen. Ich möchte den Versuch machen,es zu begründen, im Fall von Bruckner: Ich glaube fest daran, dass Celibidache die Gabe hatte, Bruckner so nahe zu sein wie kein zweiter. Er hat jeden Ton, jede Nuance des Klangs, die scheinbar so abrupt abgebrochenen Eruptionen, die scheinbar so widersinnig anmutenden Kontraste, jedes noch so scheinbar unverständlich freiliegende Holzbläsersolo in seinen Symphonien in eine solch klare und vollkommen schlüssige Interpretation gegossen, dass man als Zuhörer überhaupt die Möglichkeit erhielt, ihn WIRKLICH zu verstehen. Und dies ist ein Verdienst, das sich nur die wenigsten auf ihre Fahne schreiben lassen können. Und wie machte er das? Er nahm Bruckner ernst, er schenkte ZEIT: sich, seinem Orchester und den Zuhörern - ja! auch den Zuhörern, die Wand in seinen rasanten Bruckner - Versionen so ungern überfordern mochte mit den gewaltigen Zeitvorgaben, die das Hören einer Symphonie von Bruckner mit sich brachte auf Kosten des wirklichen Verstehens der vielen kostbaren Stimmen, transzendierenden Steigerungen, Haupt- und Nebenphrasen, Pausen zum Atmen (!), Lebenlassen der Melodielinien, Auf - und Abschwellen der dynamischen Linien, Transparenz der schier unendlichen Polyphonie usw. usw. Celibidache nahm ihn ernst, er forderte all diese Qualitäten von seinem Orchester, er benötigte mit Recht die Proben, und er verschaffte damit ein einzigartiges, unendlich kostbares Geschenk seiner Nachwelt (auch wenn dies eher unfreiwillig erfolgte). Ich habe im Herbst 2009 in Hannover Bruckners 6. mit Marriner gehört,mit Celibidaches ehemaligen Orchester, RSO Stuttgart. Die Interpretation war so grausig, im letzten Satz drehte sich Marriner teilweise zum Publikum um und tänzelte herum, als wolle er die Gedanken Bruckners ins Lächerliche ziehen. Und dies in einem Tempo, das selbst das Orchester an den Rand seiner Spielfähigkeit brachte. Für mich war das ein Skandal. Meine Partnerin hatte den zweiten Satz überhaupt nicht verstanden, so skurril und lieblos schnell wurde er vorgetragen. Später hörte sie sich mit mir noch einmal den Satz mit Celibidache an, und plötzlich verstand sie, wie die Musik eigentlich gemeint war. Wenn man seinen Bruckner hört, dann stellt sich unweigerlich die Erkenntnis ein, die er selbst einmal als größtes Kompliment eines Kritikers nach einem seiner Konzerte bezeichnet hatte: "Es ist so". Mein tiefer Respekt und aufrichtiger Dank an ihn für das unendlich Wertvolle, was er uns hinterlassen hat zum Anlass seines 15. Todesjahres.
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| Simon Clark
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erstellt am
20-06-2011 um 19:48 Uhr
A wonderful discovery! Many thanks for filling out so mazny of the gaps in the Japanese concertography.
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| Peter
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erstellt am
23-08-2010 um 20:39 Uhr
Super Seite! Mit freundlichen Grüßen
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| Ralf
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erstellt am
15-05-2010 um 15:03 Uhr
Das Cellokonzert in der Konstellation Celibidache (Dir.) / Fornier (Cello) existiert de facto und kann bei youtube in seiner ganzen Pracht gehört und gesehen werden: http://www.youtube.com/watch?v=psEKUzba5MAEine sehr subtile, erzählende Einspielung.
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| Ernst Lumpe
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erstellt am
15-04-2010 um 14:13 Uhr
Schöne Seiten! Gibt es übrigens eine Lösung des Rätsels Dvorak Cellokonzert Fournier/Celi/LPO?? Mir scheint, eine solche Aufnahme - weder "Live" noch im Studio - hat es nie gegeben. Was ist da also bei div. kleinen Firmen immer wieder veröffentlicht worden? Die vor einiger Zeit aufgetauchte Aufnahme mit de Machula aus Berlin (M&Arts) ist es doch nicht, wenn mich ein kurzer Vergleich nicht getäuscht hat.EL
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| Friedrich Edelmann
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erstellt am
06-04-2010 um 22:47 Uhr
Sehr geehrter Herr Greiner! Es freut mich, dass Maestro Sergiu Celibidache in Erinnerung bleibt. Meine "Erinnerungen an Sergiu Celibidache", die 17 Jahre seines Wirkens bei den Muenchner Philharmonikern, die ich dort als Solofagottist erleben durfte, sind jetzt in Buchform in Japan erschienen. Vielleicht gelingt es eines Tages auch eine deutsche oder englische Fassung zu veroeffentlichen. Mit besten Gruessen Friedrich Edelmann
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| Henry Kaspar
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erstellt am
26-10-2009 um 19:37 Uhr
Vielen dank fuer den Erhalt dieser Webseite. Ich wuchs in Muenchen auf und ging in den spaeten 80er Jahren haeufig in den Gasteig -- die Muenchner Philharmoniker vertrieben fuer manche Konzerte verbilligte Karten an die Muenchner Gymnasien. Bruckner, Schumann oder Schubert mit Celibidache ist mir fuer ins Gedaechtnis eingepraegt. Diese Balance und Schoenheit des Orchestertons habe ich so nirgends sonst gehoert. Manche stoert(e) das langsame Tempo, mich nicht, da Celibidache durch seine meisterhafte Phrasierung in der Lage war, die Spannung auch bei diesem Tempo zu halten. Aber NUR er -- die verschiedenen Celibidache-Schueler z.B. haben mAn nie etwas Interessantes produziert. Ein Problem mit Celibidache ist dass er einen fuer andere Dirigenten verdirbt. Es hat Jahre gedauert bis ich Bruckner oder Schumann auch von jemand anders hoeren konnte.
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| Wieland Bruch
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erstellt am
25-09-2009 um 17:31 Uhr
Als großem Celibidache-Verehrer ist mir Ihre wunderbar reiche und liebevoll gestaltete Website seit einiger Zeit steter Begleiter. Dafür meinen herzlichen Dank! Besonders hilfreich sind mir die akribisch geführten archivarischen Teile und die aktuellen Sende-Tipps. Aber auch alles weitere Material trägt bei zu einem spannenden Gesamtbild von Leben und Wirken Celibidaches. Mein großes Kompliment!MfG Wieland Bruch
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| Jürgen Pfluger
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erstellt am
28-06-2009 um 03:25 Uhr
Sehr geehrter Herr Greiner,man erlebte seit 1983 Wunderbares mit diesem Klang im Ohr! Ich möchte mich für Ihre liebevolle und souveräne Pflege dieser Website bedanken und hoffe, aus den "tönenden Pfannkuchen ", die uns verbleiben, im Geiste noch so manches "Nachtkonzert" nach-zu-zelibrieren.... Hätte Celi nicht "La Reine" von Haydn als erste Programmänderung aufgenommen, ich wäre wohl kaum ich selber... Geigende Hennen sind Mir ein Greul vor dem Herrn MfG Jürgen Pfluger
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| Ralf Bandemer
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erstellt am
22-05-2009 um 04:21 Uhr
Ich möchte einfach mal meine eigene "Erstbegegnung" mit Celibidache schildern. 2002 suchte ich eine Aufnahme der dritten Symphonie Robert Schumanns, die ich schon länger kannte und gerade im Musikunterricht neu schätzen gelernt hatte. Mehr zufällig griff ich zu Celibidache, dessen Namen ich schon einmal gehört hatte. Die Aufnahme mit den Münchener Philharmonikern hat mich gleich beim ersten anhören ünberzeugt. Obwohl ich damals viel Kalvier spielte, war ich kein wirklicher Experte symphonischer Musik und Aufnahmen. Doch die Eigenschaften dieser Aufnahme stachen aus dem Mittelmaß hervor, dass es auch meinem nicht übermäßig geübten Ohr nicht entgehen konnte: Die Feinarbeit, mit der die Musik bis in ihre feinsten Verästelungen ausmusiziert wurde, die rhythmische Präzision, etwas ungemein "Schwelgerisches" in der Entwicklung der Melodien... Ich hatte kurzem das geradezu klassische Celibidache-Erlebnis: Ein wohlbekanntes Werk erschien mir, als hätte ich zum ersten Mal "wirklich" gehört. Welch ein Kontrast! Was dann folgte, war ein wahres Celibidache-Fieber. Einige Komponisten, zuvörderst Bruckner, lernte ich durch Celi kennen und schätzen, alte Bekannte wie Tschaikowski erschlossen sich mir völlig neu. Heute ist mein Gehör geschult, ich bin ein Experte des klassischen Musik (und spiele selbst in einem kleinen Kammerorchester). Celi ist heute nicht (mehr) der einzige Dirigent, den ich von Herzen und dem Verstande nach schätze. Aber seine kammermusikalische Detailarbeit, sein ungemein differenzierter Orchesterklang, die Perfektion und vor allem die traumwandlerische Sicherheit im Umgang mit großen musikalischen Strukturen erscheinen mir bis jetzt einzigartig. Es ist bedauernswert, dass es bis heute Kritiker gibt, welche den legitimen Ansatz Celibidaches, Musik wirklich erfahrbar zu machen, gering schätzen und stattdessen Dirigenten "hochschreiben", die - nun ja - noch keinen Takt Musik dirigiert haben.
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| Stefan D. Sturdza
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erstellt am
29-03-2009 um 10:59 Uhr
Keiner traut es sich auszuprechen. Dabei liegt es doch auf der Hand und auf so vielen Zungen : Sergiu Celibidache war der grösste Dirigent alle Zeiten. Daran ändern auch keine kriegrischen Posaunen und "geigende Hennen" nichts. Hätte es ihn nicht gegeben hätte ihn auch keiner erfinden können. DANKE MAESTRO! DANKE !
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| Anna Gaidies
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erstellt am
26-02-2009 um 16:23 Uhr
Lieber Herr Greiner, ich kann es kaum glauben : im Juli 2008 erhielt Ihr Gästebuch den letzten Eintrag. Wo sind die vielen Besucher der Celi-Konzerte? Seine Musik muß doch durch ein Leben und nicht nur für wenige Aufführungsstunden tragen. Ihre Homepage ist mit einer unglaublichen Akribie, schneller Orientierungsmöglichkeit und "Liebe zum Meister" geführt. Herzlichen Glückwunsch. Mein Celi-Fundus schlummert nicht in Regalen, sondern ist mir steter Begleiter geblieben. Sei es sein von Tanzschritten durchsetzter "Einzugsmarsch aus dem Zigeunerbaron", sein "Alborado del Gracioso" oder eine Bruckner Sinfonie - Celibidaches musikalisches Werk ist ohnegleichen und Lebenselixier pur, das durch kontinuierliche Begleitung unablässig bereichert. Seine klare, unbeugsame Haltung, seine Unbestechlichkeit und Eindeutigkeit, letztlich sein Dienen und eben nicht Herrschen wünsche ich mir bei so manchem Politiker und Wirtschaftsmenschen. Leider sind diese oft amusische Klötze ohne Wissen (geschweige denn Fühlen) für das Wesentliche. Also, lieber Herr Greiner, "Danke" für Ihr bewahrendes Engagement an diesen großen Dirigenten. Anne Gaidies
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| Christine Neumeier
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erstellt am
24-07-2008 um 00:40 Uhr
Ich war während Celi's Münchner Jahren bei vielen, vielen Proben in der Philharmonie, wenn auch nicht als Berufsmusikerin, so doch als aufmerksame und lernfähige (?) Zuhörerin. Mittlerweile lebe ich seit 15 Jahren in den Vereinigten Staaten, derzeit in Bozeman, Montana. Seit mehreren jahren bin ich auf der Suche nach einer Aufnahme von Günter Bialas' "Lamento di Orlando". Mein damaliger Versuch, die Übertragung der Premiere per Kassette aufzunehmen, ist auf einem der zahlreichen Umzüge verloren gegangen und war nie besonders anhörbar. (Die Partitur habe ich inzwischen erworben - sie ist nach wie vor in Manuskriptform/Kopie derselben!) Kann mir irgendjemand in der alten Schülerschar weiterhelfen? Hoffnungsfroh Ch.
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| Paul Mertens
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erstellt am
07-04-2008 um 10:17 Uhr
Guten Tag, mich wundert, daß einige der frühen Berliner Aufnahmen Celibidaches in der imposanten Auflistung des Musikkarchivs fehlen (z. B. die Sinfonie von Chavez). Gibt es einen Grund dafür? Gibt es auch Gründe, auf freundliche Angebote, diese Lücken füllen zu helfen, nicht reagiert wird?
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| Heiko Bockstiegel
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erstellt am
08-01-2008 um 17:21 Uhr
Hallo, für eine Dokumentation über Schallplattenstudios, die die EMI-Electrola ab 1945 in Berlin verwendete, suche ich Informationen über Sergiu Celibidaches Aufnahmen,die er in der Schöneberger Zwölf-Apostel-Kirche für EMI (1948) gemacht hat,z. B. Prokofieffs 1. Symphonie. Vielleicht gibt es davon auch Fotos? Wer kann helfen? Herzlichen Dank und viele Grüße, Heiko Bockstiegel (Schnepfenweg 17, 49610 Quakenbrück)
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| Gerhard Greiner
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erstellt am
30-07-2007 um 14:59 Uhr
Liebe Celibidache-Freunde,das bisherige Gästebuch eines Fremdanbieters wurde geschlossen. Die Einträge sind aber nicht verloren, sondern können weiterhin über den Link "altes Gästebuch" gelesen werden. Ich danke allen, die sich bisher eingetragen haben und wünsche mir weiterhin viele Beiträge. Ihr Gerhard Greiner
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